Europäischer Datenschutztag: Tipps zum Umgang mit Daten im Internet
Für viele Nutzer ist das Thema Datenschutz immer noch stark mit dem Schutz vor Computerviren verbunden. Eine Sicherheitssoftware alleine reicht aber nicht, um sich vor Computerkriminalität zu schützen.
Um die Bürger Europas für den Datenschutz zu sensibilisieren, findet am 28. Januar 2010 bereits zum vierten Mal der Europäische Datenschutztag statt. Der Aktionstag zum Thema Datenschutz wurde 2007 vom Europarat ins Leben gerufen. Alle mit dem Datenschutz befassten Stellen in Europa sind aufgerufen, sich durch eigene Aktionen an diesem Tag zu beteiligen. Der 28. Januar ist der Tag, an dem im Jahr 1981 die Europäische Datenschutzkonvention unterzeichnet wurde.
Auch die Deutsche Telekom, die im Jahr 2008 ein Vorstandsressort Datenschutz, Recht und Compliance eingerichtet hat, möchte die Bürger für das Thema Datenschutz sensibilisieren. Daher stellt der Konzern auf der Website "Datenschutz" einige Tipps zum Umgang mit Daten im Internet zur Verfügung.
Besonders wichtig ist, dass Nutzer ihre Daten mit einem Passwort schützen. "Ein gutes Passwort ist wie ein Sicherheitsgurt beim Autofahren, es kann das Schlimmste verhindern", sagt Claus Dieter Ulmer, Konzerndatenschutzbeauftragter der Deutschen Telekom. Ein gutes Passwort besteht aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen. Eine einfache Methode, um sichere Passwörter zu erstellen, ist folgende: Man denkt sich einen gut merkbaren Satz ohne persönlichen Bezug aus, von dem man dann nur die Anfangsbuchstaben verwendet. Aus dem Satz "Im Sommer ist es heiß und länger hell" wird dann: ISiehulh. Jetzt ersetzt man noch einen Buchstaben durch eine bestimmte Zahl - beispielsweise das "S" durch eine "6" - und hängt ein Sonderzeichen wie %, $ oder § an. Grundsätzlich gilt auch: Je länger ein Passwort und je mehr Zahlen oder Sonderzeichen es enthält, desto sicherer ist es. Der Grund: Hackerprogramme probieren systematisch alle Möglichkeiten, wie ein Passwort aufgebaut sein könnte. Mit jedem zusätzlichen Zeichen steigen die Kombinationsmöglichkeiten und damit auch die nötigen Durchläufe, die ein Programm zum Knacken des Passwortes benötigt.
Ulmer warnt auch vor der Nutzung von drahtlosen Netzwerkverbindungen, deren Betreiber einem unbekannt sind. "So praktisch das Surfen im WLAN beispielsweise in Cafés auch ist, es birgt das Risiko, dass Daten eingesehen oder gestohlen werden können." Aus diesem Grund sollten Nutzer auch keine automatische Verbindung mit Drahtlosnetzwerken zulassen, sondern immer manuell auswählen, mit welchem Netz sie sich verbinden möchten. Auch zu Hause bergen Drahtlosnetzwerke Risiken: Oft kann das eigene WLAN-Signal noch außerhalb der Wohnung empfangen werden - zum Beispiel in der Nachbarwohnung oder auf der Straße. Ist das WLAN dann nicht entsprechend gesichert, kann das böse Folgen haben: "Plötzlich haben Nutzer mehrere tausend Euro für Lieder von einem Portal geladen und müssen nachweisen, dass sie gar nicht selber im Netz waren, sondern gehackt wurden", beschreibt Ulmer das Szenario.
Weitere Fragen zum Thema Datenschutz beantworten die Mitarbeiter des Konzerndatenschutzes der Deutschen Telekom per Email.
Quelle: Pressemeldung Telekom AG
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