Öffentliche Einrichtungen in Mainz nehmen IT-Sicherheit ernst

24.09.2010 | Mainz
Nicht nur für Unternehmen, auch für Behörden und Verwaltungen ist die digitale Datenspeicherung und -sicherung von zentraler Bedeutung. Dies zeigte die 6. IT-Akademie in Mainz, die der Mainzer IT-Ausstatter für Behörden und Bildungseinrichtungen REDNET AG veranstaltete.

Deren Vorstand Barbara Weitzel sagte: "Behörden müssen große Datenmengen speichern und sichern, dennoch unterschätzen sie wie auch manche Unternehmen die Lücken bei ihrer IT-Sicherheit.

Die gängigen Sicherheitslösungen sind nicht immer ausreichend, um einem Datenverlust vorzubeugen." So könnten Hacker über unverschlüsselte Netzwerke zu leicht an interne Informationen gelangen. Es sei dringend erforderlich, dass alle Komponenten eines Netzwerkes ein einheitlich hohes Sicherheitsniveau bieten. Mainzer Institutionen nehmen das Thema IT-Sicherheit und Datenspeicherung ernst. Ein Beispiel hierfür ist ZACK-Computer Mainz, eine Einrichtung des Caritasverband Mainz, die deren Computerbereich unterstützt. "Bei der Caritas gibt es viele Einrichtungen, die über Netzwerke miteinander kommunizieren. Auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen im IT-Bereich sind daher für uns ein Muss", sagte Andreas Kitzko, technischer Leiter bei ZACK. Bei der Caritas gebe es viele Einrichtungen, die sensible Daten speichern müssten, etwa die Beratungszentren. "Die Akademie war eine gute Gelegenheit, schon heute Lösungen für die Datensicherheit von morgen kennen zu lernen und die nächsten Schritte zu planen, um das Sicherheitsniveau bei uns hoch zu halten", so Kitzko. Auch beim Römisch-Germanischen Museum Mainz spielt die Sicherheit und Speicherung von Daten eine große Rolle. "Das Museum verfügt über ein Fotoarchiv das mehrere Hunderttausend Bilder umfasst. Es wäre ein unermesslicher Schaden, wenn dieses Archiv durch eine mangelnde Datensicherung verloren ginge", erklärte Volker Stegner, IT-Beauftragter des Museums. Zudem seien an das Museum auch wissenschaftliche Institute angeschlossen, die das Internet zum Informationsaustausch und zur Recherche benötigten. Auch hierfür sei Sicherheit das oberste Gebot. "Es war interessant zu sehen, welche IT-Lösungen die nähere Zukunft in diesem Feld bereit hält", betonte Stegner. Joachim Müller vom Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz mit Sitz in Bad Ems unterstrich, dass seine Behörde in besonderer Weise auf eine sichere Verwahrung von digitalen Daten angewiesen sei: "Wir haben rund 450 PC-Arbeitsplätze und 60 Server im Landesamt, von denen je rund ein Viertel jedes Jahr ausgetauscht werden. Damit bei diesem Vorgang keine Daten verloren gehen, halten wir uns bei den neuesten Entwicklungen zur Datensicherheit immer auf dem Laufenden." Besonders für die anvisierte Volkszählung im Jahr 2011 gelte es, alle digital erfassten Daten doppelt und dreifach abzusichern. "Die Akademie bot eine hervorragende Gelegenheit praxisorientierte Lösungen kennen zu lernen, die es erst seit kurzem gibt oder die bald auf den Markt kommen", so Müller.

Quelle: Pressemeldung REDNET AG

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