Siemens schützt Patientendaten in österreichischen Krankenhäusern mit Biometrie

03.01.2008 | München
Im Grazer Krankenhaus der Barmherzigen Brüder heißt es künftig: Zeigefinger auflegen statt Passwort merken, denn: Siemens IT Solutions and Services installiert in dem österreichischen Spital eine biometrische Lösung, mit der sich das Personal per Fingerabdruck am Krankenhaus-Informationssystem (KIS) anmeldet. Das ist nicht nur sicherer, sondern auch bequemer.

Die Eingabe von Benutzername und Passwort ist nicht mehr notwendig in der Inneren Medizin des Grazer Krankenhauses Marschallgasse. Schwestern, Pfleger und Ärzte melden sich per Fingerabdruck an ihrem Computer an. Siemens IT Solutions and Services integrierte dafür die Software Siemens ID Center in das bestehende Citrix-basierte Kliniksystem und installierte PC-Mäuse mit einem Sensor. Anwender registrieren sich einmalig, indem sie ihre beiden Zeigefinger auf den Fingerprint-Sensor der Maus legen. Zum Anmelden und Ausschalten des Bildschirmschoners oder für den Zugriff auf speziell geschützte Daten tippen die Nutzer dann nur noch auf den Sensor und sind in rund einer Sekunde eingeloggt.

Siemens hat sowohl den Algorithmus entwickelt, der die Merkmale des Fingerabdrucks verschlüsselt und speichert, als auch die Software, mit der sämtliche Dateien der Fingerabdruck-Merkmale zentral verwaltet und die Zugangsberechtigungen überprüft werden. Das ist besonders an Arbeitsplätzen wichtig, an denen sich das Klinikpersonal einen PC teilt: Je nach Aufgaben haben die Mitarbeiter unterschiedliche Berechtigungen im IT-System des Krankenhauses.

Nach ersten Tests in Graz installiert Siemens die Lösung in weiteren acht Krankenhäusern und drei Pflegeeinrichtungen der Barmherzigen Brüder. Rund 3.500 Mitarbeiter aus Medizin und Pflege haben es dann bequemer und vor allem sicherer - ganz ohne Passwort.

Quelle: Pressemeldung Siemens AG

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