Siemens unterstützt EU-Projekt SPOCS bei Sicherheitslösung und -architektur

18.09.2009 | München
Künftig sollen EU-weit alle notwendigen Formalitäten für die Gründung eines Dienstleistungsgewerbes elektronisch abgewickelt werden. Das Projekt SPOCS (Simple Procedures Online for Cross-border Services) soll dazu die IT-Systeme der öffentlichen Verwaltungen aller Länder der Europäischen Union (EU) durchgängig und sicher miteinander vernetzen.

Ziel ist es, bis 2012 IT-Lösungen dafür zu entwickeln und diese auch zu pilotieren. Siemens IT Solutions and Services ist an der Konzeption der Sicherheitsarchitektur des Projektes beteiligt und unterstützt das Vorhaben "eDelivery und eSafe" bei der technischen Umsetzung. Das EU-Projekt hat ein Investitionsvolumen von mehr als 14 Millionen Euro und eine Laufzeit von über drei Jahren.

Alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind gemäß der EU-Dienstleistungsrichtlinie verpflichtet, bis Ende 2009 eine zentrale Anlaufstelle, den so genannten Einheitlichen Ansprechpartner (EA), in den nationalen Behörden einzurichten. Will ein Unternehmen in einem Land innerhalb der EU ein Dienstleistungsgewerbe gründen, kann es sich alle relevanten Informationen bei dem EA beschaffen und alle erforderlichen Formalitäten über ihn elektronisch erledigen.

Das Projekt SPOCS erfasst und analysiert zunächst die IT-Systeme, mit denen die am Projekt teilnehmenden Länder die EU-Dienstleistungsrichtlinie derzeit realisieren. Dazu gehören Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, die Niederlande, Österreich und Polen. Auf Basis der Ergebnisse werden gemeinsame Spezifikationen und Anwendungen ausgearbeitet, diese in den teilnehmenden Ländern implementiert und pilotiert und dann den anderen EU-Mitgliedsstaaten als Lösung angeboten. Damit können die unterschiedlichen nationalen Systeme der Behörden europaweit über gemeinsame Schnittstellen miteinander kommunizieren.

Siemens IT Solutions and Services unterstützt das Vorhaben "eDelivery und eSafe", das Lösungen für die Archivierung des elektronischen Schriftverkehrs und für den sicheren Austausch von Daten zwischen den Unternehmen und den Behörden entwickelt. Zudem ist Siemens IT Solutions and Services an der Konzeption zur Sicherheitsarchitektur des Projektes beteiligt. Ziel ist es, die in den verschiedenen Arbeitspaketen entwickelten Sicherheitssysteme zu synchronisieren und einheitliche Sicherheitskomponenten zu implementieren.

In SPOCS sollen auch die Ergebnisse aus den beiden Großprojekten STORK (Secure Identity Across Borders Linked) und PEPPOL (Pan-European Public eProcurement On-line) einfließen. STORK ermöglicht es EU-Bürgern, sich elektronisch zu identifizieren und öffentliche Dienstleistungen in Europa standortunabhängig zu nutzen. Mit PEPPOL können Unternehmen an Ausschreibungen öffentlicher Aufträge in ganz Europa online teilnehmen.

Das Projekt SPOCS wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Competitive and Innovation Framework Programme (CIP) unterstützt und im Kontext des Information Communication Technologies Policy Support Programme (ICT-PSP) gefördert.

Quelle: Pressemeldung Siemens AG

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