Homedepot investiert in Afero: Gemeinsam für ein sicheres IoT

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Die US-Baumarktkette Homedepot investiert 50 Millionen US-Dollar in den IoT-Entwickler Afero. Gemeinsam will man sichere Anwendungen für private und industrielle Nutzer entwickeln.

IoT: neu, spannend, risikoreich

Das Internet der Dinge steht im aktuellen Zentrum der gesamtgesellschaftlichen Aufmerksamkeit. Verheißungsvolle Visionen für die Gegenwart und Zukunft treffen auf immer mehr Sicherheitsprobleme. Ursprünglich definiert als die Gesamtheit aller an das Internet angeschlossenen Geräte, versteht man heute darunter eher Systeme, denen Bestandteile in der Lage sind in Echtzeit miteinander Daten auszutauschen. Im privaten Bereich fallen darunter Fitnessarmbänder und – Uhren, virtuelle Assistenten oder auch intelligenten Beleuchtungen in vernetzten Häusern. Im industriellen Sektor findet diese Technologie eher Anwendung in der Überwachung von Produktionsprozessen und Lieferwegen, der Wartung von Maschinen und der Sicherstellung von stetigem Nachschub.

Internet der Dinge: zu viele ungesicherte Anschlüsse

Branchenkenner gehen davon aus, das bis zum Jahr 2025 etwa 75 Milliarden IoT-fähige Geräte mit dem Netz verbunden sein werden. Neben der schon heute kaum zu überblickenden Menge, ist es vor allem die stark variierende Qualität der Anschlüsse, die den Experten Sorgen bereitet. Nicht nur, dass kaum noch jemand darauf achtet, welche Anlagen an welchem Netzwerk hängen. Auch lässt die Wartung in vielen Fälle stark zu wünschen übrig. So werden immer mehr private Endgeräte an berufliche oder sogar behördliche Netze angeschlossen, die dabei entweder gar nicht oder nur unzureichend gegen Zugriffe von außen abgesichert sind. Denn die neuesten Gadgets mögen zwar vielleicht im ersten Moment als kostengünstig gelten. Wenn dafür aber an regelmäßigen Updates und Patches gespart wird, sind die Kosten dafür im Schadensfall oft um ein Vielfaches höher, wie die zahlreichen Ransom Ware-Angriffe in den letzten Jahren eindeutig belegen konnten.

Afero: Sicheres IoT für alle

Das Afero-Unternehmen, welches von ehemaligen Soft- und Hardwareentwicklern der namhaften Weltkonzerne Google, Apple, Netflix, Amazon und Twitter gegründet wurde, hat sich der Aufgabe verschrieben, für alle Anwender allumfassende und vor allem sichere IoT-Lösungen zu schaffen. Dazu bieten sie schlüsselfertige Technologien an, die kundenspezifisch optimiert werden kann. Die in ihren Produkten verbaute Technik basiert auf abgesicherten und intelligenten Bluetooth-Modulen, erweiterbaren Clouds und individualisierten Werkzeugen mit denen Nutzer ihre eigenen Systeme entwerfen können.

Home Depot: Investition in intelligente Häuser-Sicherheit

Die Baumarktkette verspricht sich von seiner millionenschweren Investition in Afero vor allem eine Verbesserung in der Sicherheitsarchitektur von Smart Homes. Dabei wurde vor allem dem Kundenwunsch nach einer breiteren Basis für eine Vielzahl von Geräten Sorge getragen. Im Gegensatz zur sonst üblichen Praxis, Linux-Systeme für derartige Zwecke umzubauen, entschied man sich hier für eine Lösung, die auch alle anderen Betriebssystem unterstützen kann. Hiermit lassen sich jetzt nicht nur sichere und schnelle Verbindungen herstellen. Sie bieten Entwicklern und ihre Kunden mit ihren eleganten Umsetzungen sogar den Bedienkomfort, den sie bisher andernorts offenbar vermissten.

Über den Autor

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Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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